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21. Dezember 2008
 


Weihnachtskalender:


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Weiße Weihnachten- meine Kindheitserinnerungen

Eine weiße Weihnacht. Wann hatten wir das das letzte Mal?
Als Kinder sangen wir lustige Winterlieder. Ich hatte eine Schallplatte, die ich damals ständig hörte und alle Lieder auswendig konnte- am liebsten mochte ich
"Leise rieselt der Schnee".
In den letzten Jahren konnte Schnee die Erde nicht bedecken, stattdessen mussten wir die Füße in Gummistiefel stecken und durch Pfützen und Matsch stapfen…
und das immer pünktlich zum Weihnachtsfest. Die weiße Weihnacht wo ist sie nur hin? Nur als Kind hab ich sie noch im Sinn.

Dabei knackte manchmal im November der Frost schon so schön, selbst Eis auf dem Wasser konnte man seh'n. Und ich ging damals mit meinen Schulfreundinnen zum kleinen Ententeich im Park. Dort schliedderten wir mit Gleitschuhen - eine etwas einfacherer Form von Schlittschuhen, die man sich unter den Schuhen befestigen konnte- auf dem kleinen Ententeich auf dem Eis und dabei hatten wir einen riesen Spaß. Da hoffte ich jedes Jahr zur gleichen Zeit auf eine frostige, weiße Weihnachtszeit. Man konnte den Schlitten über das Eis schieben, wir haben uns gegenseitig mit Schnee abgerieben, dann gab's eine zünftige Schneeballschlacht und abends hat meine Mama dann Tee gemacht.
Wochenlang vor Weinachten breitete sich in mir eine große Vorfreude aus…
Da rochen aus dem Kachelofen die Bratäpfel lecker, die Küche sah aus wie beim Zuckerbäcker… es wurde die Stolle und Plätzchen selber gebacken bei der Oma und mein Vater werkelte heimlich im Keller an meinen Geschenken…

Unter dem duftenden leuchtenden Weihnachtsbaum, den mein Vater immer in der Nacht vom 23.12. zum 24.12. aufstellte, lagen all unsere Geschenke. Einen künstlichen Weihnachtsbaum gab es zum Glück damals in der DDR noch nicht- Weihnachten war sehr einfach und auch wenn ich nicht mit Übermengen an Geschenken zugeschüttet wurde, so freute ich mich umso mehr über die Orangen, Nüsse und Bananen, die es bei uns DDR-Kindern eben nur zur Weihnachtszeit gab.

Die Familie war eng zusammengerückt, wir sangen gemeinsam "Oh Tannenbaum". Mein Opa spielte Lieder auf dem Klavier, während wir alle recht sorglos die schönen Weihnachtstage genossen. Wir hatten nicht viel, aber das was wir hatten, haben wir genossen und waren glücklich. Ich habe für meine Eltern Geschenke selber gebastelt und mich über meinen Kaufmannsladen oder meine Eisenbahnplatte gefreut, den mein Vater im Keller selber gebaut hatte- extra für mich- der Ofen wurde noch mit Kohlen geheizt und Decken in die zugigen Fenster gestopft.
In meinem Kinderzimmer wurde es in manchen Wintern so kalt, dass ich die Eisblumen am Fenster sehen konnte- wunderschön- wunderschöne weiße Weinacht.


Liebe Adventsgrüße & Küsse

Deine Elissa




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