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Marla


Mein lieber Leser,

in Sachsen gibt es einen besonderen Osterbrauch: das „Eierschieben".
In Bautzen zieht es viele Menschen, aber vor allem Kinder, an den
Protschenberg am Stadtrand zum beliebten Ostereierschieben.

Das »Eierschieben« in Bautzen wurde als »Eierrollen« schon um 1550
das erste Mal erwähnt.
Ursprünglich ließen die wohlhabenden Kinder Eier und andere
Gegenstände, welche dann von Kindern armer Familien aufgefangen
wurden, den Hang herabrollen. Später wurden dann zu den
(hartgekochten) Eiern auch Nüsse, Äpfel, Apfelsinen, Gebäck oder
andere halbwegs runde Gegenstände den Berg hinunter gerollt und von
einer großen Kinderschar mit viel Geschick aufgefangen. Was die Kinder
sich einmal in ihre Tasche gesteckt hatten, durften sie behalten. Heute
werden bunte Plastikbälle den Berg hinunter gerollt, die dann gegen
Preise eingetauscht werden können. Der sogenannte Eierjokel, der
historisch betrachtet ein Straßenhändler in zerrissener Kleidung war,
begleitet als Moderator und Spielleiter das Treiben auf dem
Protschenberg.
In einer abgewandelten Form ließen Kinder Eier den Hang hinunter
rollen und kürten denjenigen zum Gewinner, dessen Eier unversehrt
blieben, die weiteste Strecke zurücklegten oder wer am Schluss die
meisten unzerbrochenen Eier hatte.

Nach dem Krieg, um 1950 fand das Eierschieben wieder statt, wurde
aber in den folgenden Jahren aus den verschiedensten Gründen, zum
Beispiel aufgrund von Lebensmittelknappheit, eingestellt. Seit 2001 ist
der Brauch in Bautzen nun wiederbelebt und gehört zu einer der größten
Touristenattraktionen während der Osterfeiertage.

Dir wünsche ich ein schönes Osterfest,
Deine Marla



 

 

Bildquelle: Hausfotograf


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